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Mauerstraße mit Blick zum Franckeplatz

Beitrag vom 03.03.2021 geschrieben von Halle-Entdecken.de

Vermutlich nach 1912 fotografierte der bekannte hallische Fotograf Gottfried Riehm (1858 - 1928) das Foto unten von der Mauerstraße.

Auszug aus dem Stadtplan des Halleschen Adreßbuchs 1901. Hier ist auf der Nordseite noch die bebaute Fläche zu erkennen.Die Mauerstraße hieß im 18. Jahrhundert Hinter der Mauer und wurde 1828 offiziell in Mauergasse umbenannt. Sie gehörte einst zur Vorstadt Glaucha und wurde wie die ganze Vorstadt am 31.10.1817 nach Halle eingemeindet. 1893 wurde die Mauergasse zur Mauerstraße und so heißt sie auch noch heute. Erhalten hat sie den Namen von der hallischen Stadtmauer. So standen die nördlichen Häuser (siehe Foto unten) auf den Fundamenten der ehemaligen äußeren Stadtmauer.

Die Mauergasse bzw. -straße verband Unter-Glaucha (rund um St. Georgen) mit dem Steinweg-Glaucha. Schon im 17. Jahrhundert befanden sich an dieser Straße einzelne Gehöfte. Damals war die Gasse noch eng und schmal. Als 1855 die Anlagen am Moritzzwinger angelegt wurden, wurde auch die Mauergasse "geöffnet" und statt der düsteren Stadtmauer lag sie nun neben schicken Parkanlagen.

Die Bebauung der Nordseite verschwand dann um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert. 1898 kaufte die Stadt Halle das erste Haus auf dem Foto (Nummer 21) für 15.000 Mark. Schon bald muss dieses Haus abgerissen worden sein. Der gewonnene Platz wurde teilweise zur Straße und teilweise zu den Anlagen hinzugefügt. 1899 kaufte die Stadt die Nummern 18 und 19 für 32.000 Mark. Bereits 1901 waren die Häuser abgerissen. Dies sind die hinteren Häuser im Bild. Sie wurden den Anlagen zugeschlagen. Das einzige Haus (Nummer 20) stand noch einige Jahre länger auf der Nordseite. Erst 1908 konnte die Stadt das Haus für 18.000 Mark ankaufen und scheinbar erst Jahre später (um 1912/13) abreißen.

Links am Bildrand ist am Franckeplatz das Eckhaus der Rannischen Straße und Neue Promenade zu sehen. In der Mitte der Mauerstraße sehen wir im Hintergrund einen Teil des Waisenhauses und mittig sitzen auf der Mauer die vermutlichen Spitzbuben des Viertels, die sowohl den Fotografen, wie auch den Herren auf der Leiter bei der Reparatur der Laterne beobachten.

Die Bebauung der Nordseite der Mauerstraße in Halle. Quelle: Stadtarchiv Halle, Fotograf: Gottfried Riehm
Die Bebauung der Nordseite der Mauerstraße in Halle. Blick zum Franckeplatz. Quelle: Stadtarchiv Halle, Fotograf: Gottfried Riehm

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