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Waisenhausring

Der Waisenhausring ist eine auf der ehemaligen Stadtbefestigung errichtete Straße in Halle an der Saale. Sie verläuft von Leipziger Turm und Leipziger Straße in südliche Richtung bis an die Ecke der ehemaligen Volksschule (später Goetheschule und Berufsbildende Schulen IV Friedrich-List), knickt dann in Richtung Westen ab und verläuft bis zum Franckeplatz. Dabei ist der Waisenhausring circa 460 Meter lang.

Der Waisenhausring 1929 aus dem Halleschen Adreßbuch.
Der Waisenhausring 1929 aus dem Halleschen Adreßbuch[5]

Topografische Beschreibung 2021

Der Waisenhausring ist nur auf der nördlichen bzw. westlichen Seite bebaut. Die Straße beginnt am Franckeplatz. Bis zur Kleinen Brunnenstraße stehen, bis auf einige Ausnahmen, große vielstöckige Geschäfts- und Mietshäuser (Nummer 1 bis 8). Danach folgen ein weiteres großes Haus (Nummer 9), eine Baulücke (Nummer 10), Reste der ehemaligen Stadtmauer mit Nummer 11, die ehemalige Volksschule, die ebenfalls großen vielstöckigen Häuser 14 und 15 sowie am Abschluss zur Leipziger Straße das markante Gebäude Nummer 16.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite befinden sich am Haus Nummer 16 ein Taxi-Halteplatz und ein öffentliches WC. Danach folgen bis Haus Nummer 11 parkähnliche Anlagen am Hang und Parkplätze. Etwas westlich vom Haus Nummer 11 regelt eine Fußgängerampel den Verkehr. Dort können Passanten durch einen Tunnel unter der B80 vom Waisenhausring zu den Franckeschen Stiftungen gelangen.

Weiter in westliche Richtung folgt nun die Straßenbahn (Hauptbahnhof-Franckeplatz) dem Verlauf des Waisenhausrings. Die Schienen werden vom höhergelegenen Gebiet an der Waisenhausapotheke hinab zum Franckeplatz geführt.

Den Verkehr am Franckeplatz regelt eine Ampel.

Zwischen Franckeplatz und Kleiner Brauhausstraße ist der Waisenhausring mit einigen Bäumen bepflanzt.

Häuser am Waisenhausring 2021

Hausnummer/Straße Beschreibung
→ Rannische Straße  
Waisenhausring 1 4,5-stöckiges Wohn- und Geschäftshaus; Eckhaus; auch Rannische Straße
Waisenhausring 1a 4,5-stöckiges Wohn- und Geschäftshaus
Waisenhausring 1b 4,5-stöckiges Wohn- und Geschäftshaus
Waisenhausring 2 Ehemalige Börse
Waisenhausring 3 4,5-stöckiges Wohn- und Geschäftshaus
Waisenhausring 6 4,5-stöckiges Wohn- und Geschäftshaus
Waisenhausring 7 4,5-stöckiges Wohnhaus
Waisenhausring 8 4-stöckiges Geschäftshaus
→ Kleine Brauhausstraße  
Waisenhausring 9 3-stöckiges Geschäftshaus
Waisenhausring 11 3-stöckiges Haus
Waisenhausring 13 Ehemalige Volksschule; Ehemalige Goetheschule; Berufsbildende Schulen IV Haus 2
Waisenhausring 14 Wohn- und Geschäftshaus; An- und Verkauf
Waisenhausring 15 Hotel
Waisenhausring 16 Markantes Gebäude; Ehemaliges Kaufhaus
→ Leipziger Straße  
→ Am Leipziger Turm  
Waisenhausring 17 Öffentliches WC
→ Franckeplatz  

Ehemaliger Straßenname - Neue Promenade

Bevor die Straße in Waisenhausring benannt wurde, war der offizielle Name Neue Promenade. Die Neue Promenade wurde 1864 polizeilich benannt[1].

Der Waisenhausring um 1900 mit Blick in Richtung Franckeplatz.
Die Neue Promenade (Waisenhausring) um 1900 mit Blick in Richtung Franckeplatz. (Quelle: Stadtarchiv Halle[4])

Neue Promenade 1867 - 1891

Die Neue Promenade bestand um 1867 aus 16 Häusern. Wobei das markanteste Haus die Volksschule war. Die Hausnummern 1a und 1b waren noch nicht vergeben.

Neue Promenade 1891 - Oktober 1927

Am 7. Oktober 1927 beschloss der Stadtrat die Umbenennung der Neuen Promenade in Waisenhausring. Veröffentlicht wurde diese Bekanntmachung in den Halleschen Nachrichten am 12. Oktober 1927[2].

1928 wird die Hausnummer Waisenhausring 1 in die Nummern 1, 1a und 1b umnummeriert[3].

Quellen

  1.  Sigmar Baron von Schultze-Galléra: Topographie oder Häuser- und Strassen-Geschichte der Stadt Halle a. d. Saale, Erster Band Altstadt, Halle, 1920, S.66
  2.  Hallesche Nachrichte vom 12. Oktober 1927. (Digitale Bibliothek Universität Halle - Abgerufen am 30.04.2021) 
  3. Hallesches Adressbuch, 1928 (Digitale Bibliothek Universität Halle  - abgerufen am 30.04.2021)  S. 131
  4. Deutsche Digitale Bibliothek - zuletzt abgerufen am 01.05.2021 
  5. Hallesches Adreßbuch, 1929 (Digitale Bibliothek Universität Halle - abgerufen am 01.05.2021) 

Diese Seite wurde am 28.04.2021 erstellt und am 24.07.2021 zuletzt bearbeitet.

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