Hallmarkt

Blick ├╝ber den Hallmarkt in Halle (Saale)
Blick über den Hallmarkt im Herbst 2017

Der Hallmarkt ist ein Platz der Altstadt von Halle an der Saale. Er liegt etwa 5 Meter tiefer und nur rund 100 Meter in südostlicher Richtung vom Marktplatz. An seiner Südostecke verbindet eine breite Treppe den Hallmarkt über "An der Marienkirche" mit dem Marktplatz. Im Süden wird der Platz von der Salzgrafenstraße, im Westen vom Hallorenring, im Norden von der Talamtstraße und im Osten von der Oleariusstraße begrenzt. Im Süden und im Norden ist der Platz durch hohe über 100 Jahre alte Häuser geprägt. Im Osten durch die höhergelegene Marienkirche. Im Westen durch Neubauten, welche in den 2010er Jahren auf dem ehemaligen Strohhof entstanden. Der Platz ist durch Bäume an der Nord- und Südseite begrünt. Auf der Westseite wurde eine große Springbrunnenanlage vom Bildhauer Bernd Göbel im Jahre 1998 erstellt. Daher wird der Springbrunnen auch "Göbelbrunnen" genannt. Der Hallmarkt wird häufig für Veranstaltungen (z.B. Weihnachtsmarkt) und Märkte (z.B. Bio-Abendmarkt) genutzt. Zahlreiche Straßenbahnlinien fahren am Hallmarkt vorbei.

Stand: 2021

Der Hallmarkt in Halle, Stadtplan von 1883.
Der Hallmarkt in Halle, Stadtplan von 1883. [4]

Der früher mit Akazienbäumen eingefasste Platz wurde ab 1888 als Markt für den Verkauf von Fleischwaren, Butter, Eier und Käse genutzt. Vor seiner Nutzung als Platz war dies das Gebiet der Halle. Bis 1868 wurde hier Sole von den Salzarbeitern zu Salz verkocht. Das zur ehemaligen Saline unterhalb der Marktkirche gehörende Talamt wurde im Jahr 1882 abgerissen. Der Nachbau eines Zimmers befindet sich in der Moritzburg. Die angrenzenden Straßen sind 1886 angelegt worden. 1890 war die Mauer zur Gerbersaale (Hallorenring) fertiggestellt. Erst 1893/94 wurde die Gerbersaale überbaut und zum späteren Hallorenring. Damit war der Strohhof nun direkt mit der Altstadt und dem Hallmarkt verbunden, davor war es eine Insel.

Der repräsentative Bau der Stadtbibliothek im Süden des Platzes entstand im Jahr 1905. 1924 wurde die von Wilhelm Jost im neoromanischen Stil geplante Transformatorenstation an der Ostseite (unterhalb der Marktkirche) errichtet.

Der Hallemarkt in Halle. Stadtplan von 1906.
Der Hallemarkt in Halle. Stadtplan von 1906. [5]

Nach 1945 wurde der Platz zeitweise als zentrale Omnibushaltestelle und auch als Parkplatz benutzt. Erst 1998 entstand der bekannte Göbelbrunnen, welcher bereits in den 1980iger Jahren geplant wurde. Zwei Gedenktafeln an der ehemaligen Transformatorenstation erinnern an die Ereignisse von 1933 und 1953. 

Am 17. Juni 1953 fand hier eine Großkundgebung mit ca. 60.000 Teilnehmer statt. Es wurde gegen hohe Preise, für freie Wahlen, usw. demonstriert. Der Protest wurde blutig niedergeschlagen. Es starben 8 Menschen und mehr als 40 wurden verletzt.

Ausschnitt aus dem Stadtplan von 1931 aus dem Halleschen Adre├čbuch.
Ausschnitt aus dem Stadtplan von 1931 aus dem Halleschen Adreßbuch.

Historische Ansichten des Hallmarkts in Halle

Gottfried Riehm schaute mit seiner Kamera von der Salzgrafenstraße in Richtung der Talamtstraße. Zahlreiche Tiere und Menschen beleben das Bild, des gerade stattfindenden Wochenmarkts auf dem Hallmarkt in Halle.

Wochenmarkt auf dem Hallmarkt in Halle.
Wochenmarkt auf dem Hallmarkt in Halle.
Quelle: Stadtarchiv Halle

Wochenmarkt in den 1930iger Jahren auf dem Hallmarkt

Die Illustrierten Hallischen Nachrichten veröffentlichten dieses belebte Bild, mit Blick auf die Oleariusstraße und Talamtstraße, am 25. Oktober 1930.

Wochenmarkt Halle, auf dem Hallmarkt .
Wochenmarkt auf dem Hallmarkt Halle.
Quelle: Illustrierte Hallische Nachrichten Nr. 6, 1930; Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt

Hallmarkt von der Spitze gesehen

Die Illustrierten Hallischen Nachrichten zeigten diese nächtliche Aufnahme, mit Blick von der Spitze in Richtung Marktkirche in Halle, am 29. August 1931.

Blick von der Spitze zum Hallmarkt und zur Marktkirche.
Blick von der Spitze zum Hallmarkt und zur Marktkirche.
Quelle: Illustrierte Hallische Nachrichten Nr. 35, 1931; Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt

Der Blick von den Markttürmen über den Hallmarkt zur Strohhofinsel

Für dieses Bild begab sich der Fotograf in schwindelige Höhen. Dabei fotografierte er den Wochenmarkt auf dem Hallmarkt und die Spitze auf der Strohhofinsel. Die Beschreibung des Bilds lautete: "Wie aus der Spielzeugschachtel liegt unten der Hallmarkt".

Blick von der Marktkirche in Halle zum Hallmarkt und zur Strohhofinsel.
Blick von der Marktkirche in Halle zum Hallmarkt und zur Strohhofinsel.
Quelle: Illustrierte Hallische Nachrichten Nr. 39, 1931; Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt

Motorrad Sternfahrt Ostern 1931 nach Halle

Ostern 1931 fand eine Sternfahrt der Motorradfahrer nach Halle statt. Dabei kommen Teilnehmer aus allen Himmelsrichtung zum Zielort. Die Illustrierten Hallischen Nachrichten schrieben: "Motorrad-Sternfahrer. Der Allgemeine Motorsport-Verband führt Ostern eine Sternfahrt nach Halle durch, an der 500 Fahrer teilnahmen. - Teilnehmergruppen bei der Korso-Ausfahrt am Hallmarkt in Halle."


Motorrad Sternfahrt Ostern 1931 nach Halle
Quelle: Illustrierte Hallische Nachrichten Nr. 16, 1931; Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt

Quellen

  1. Sigmar Baron von Schultze-Galléra: Topographie oder Häuser- und Strassen-Geschichte der Stadt Halle a. d. Saale, Erster Band Altstadt, Halle, 1920, S. 20
  2. Stadtplan, Halle und Halle-Neustadt, VEB Landkartenverlag Berlin, DDR, 1971
  3. Stadtplan, Halle, Halle-Neustadt, VEB Tourist Verlag, Berlin/Leipzig, DDR, 1977, 1982/83
  4. Adreß-Buch und Wohnungs-Anzeiger für die Gesammtstadt Halle a. d. Saale und Giebichenstein, 1883, Link
  5. Adreßbuch für Halle a. d. S. und Umgebung, 1906, Link

Diese Seite wurde am 19.10.2021 erstellt und am 19.10.2021 zuletzt bearbeitet.

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